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SHB_Flandern - das geschundene Herz Europas: Von der Blüte des Spätmittelalters bis zu den Wunden von Ypern - 7 Tage

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Termin:
08.05.2022 - 14.05.2022
Preis:
ab 1860 € pro Person

Leitung: Dr. Albert de Lange

Genter Altar | Bildhinweis: Von Jan van Eyck – Web Gallery of Art: Abbild Info about artwork, Gemeinfrei, Link

 Flandern, Heimat der niederländisch Sprechenden im Königreich Belgien, umfasst drei Provinzen der ehemaligen Niederlande der Frühen Neuzeit, nämlich Flandern (mit Städten wie Brügge, Gent und Ypern), Brabant (mit Antwerpen, Brüssel und Mechelen) und Limburg.

Die Entstehung der Niederlande war den Herzögen von Burgund zu verdanken, insbesondere Philipp dem Guten, der von 1419 bis 1467 regierte. Nach dem Tod seines Sohnes Karls des Kühnen 1467 wurden die Niederlande von den Habsburgern beerbt und von Kaiser Karl V. zu einem staatlichen Gebilde zusammengeschlossen. Um 1550 umfassten sie 17 Provinzen, etwa im Umfang der heutigen Beneluxstaaten. Erst später teilten sich die Niederlande auf drei Staaten auf: die Niederlande, Belgien und Luxemburg.

Die heutige belgische Region Flandern erlebte in Spätmittelalter und Früher Neuzeit eine wirtschaftliche Blüte und gehörte zu den reichsten Gebieten Europas. Auch kulturell war sie hoch entwickelt. Nicht nur Kirchenmänner, auch die burgundischen Herzöge und Händler förderten Kunst, Architektur und Wissenschaft, insbesondere in Antwerpen, Brügge, Brüssel und Gent.

Einen Höhepunkt flämischen Kunstschaffens bilden die Werke der “altniederländischen” Maler Jan van Eyck (um 1390–1441), Rogier van der Weyden (um 1400–1464) und Hans Memling (um 1435–1494). Sie waren Meister der naturalistischen Darstellung von Menschen, Landschaften und Gebäuden. In Brügge und Gent werden wir einige ihrer wichtigsten Werke kennenlernen.

Auch landschaftlich hat Flandern viel zu bieten: Polderlandschaften, zahlreiche Flüsse (immer noch mit Gezeitenwirkung), schöne Strände, liebliche Hügel, pittoreske Städtchen. Das reiche, flache Flandern war jedoch auch immer wieder Bühne für Krieg zwischen Frankreich und Deutschland. Viele Städte und Dörfer wurden zerstört, insbesondere im Ersten Weltkrieg. Brügge und Gent blieben jedoch wie durch ein Wunder ausgespart und sind heute Juwele Belgiens.

Auf unserer Reise lernen Sie die lange, bewegte Geschichte Flanderns vom Mittelalter bis zum Zweiten Weltkrieg kennen. Ein Gespräch mit einem Gast informiert über die aktuelle Situation, insbesondere über den Streit zwischen Flamen und Wallonen.

1. Tag: Zoutleeuw – ein Kleinod:


Stuttgart – Karlsruhe – Zoutleeuw: Die Leonardus-Kirche von Zoutleeuw ist eine der wenigen Kirchen in Flandern, die 1566 nicht vom Bildersturm betroffen war und auch von späteren Zerstörungen oder baulichen Eingriffen verschont blieb. Sie enthält viele Kunstwerke. Berühmt ist das 18 m hohe Sakramentshaus mit 200 Figuren – Übernachtung in Löwen.


2. Tag: Löwen, Flanderns erste Universitätsstadt:

In Löwen lehrte unter anderen Erasmus von Rotterdam. Viele alte Häuser und die Universitätsbibliothek wurden am 25. August 1914 von den deutschen Truppen zerstört. Trotzdem sind in der Stadt noch zahlreiche schöne Bauwerke erhalten, insbesondere der Beginenhof, das spätgotische Rathaus und die Sint Pieterskerk, ein Hauptwerk der brabantischen Gotik. Weiter nach Blankenberge an der Nordseeküste (abendliche Strandwanderung, 3 Übernachtungen).


3. Tag: Ypern und der Erste Weltkrieg:

Die Gedenkfeiern sind zwar vorbei, aber im flandrischen Westhoek (Westecke) ist der Erste Weltkrieg noch immer allgegenwärtig. Etwa 170 Soldatenfriedhöfe zeugen von dem Schützengrabenkrieg, der hier vier Jahre lang gewütet hat. Mehr als 25.000 deutsche Soldaten ruhen auf dem Friedhof in Vladslo. Beim Eintreten blickt man auf die Figurengruppe “Trauerndes Elternpaar” von Käthe Kollwitz. Die reiche mittelalterliche Stadt Ypern wurde im Ersten Weltkrieg völlig zerstört. Hier besuchen wir das bewegende “In Flanders Field Museum” in der wiederaufgebauten mittelalterlichen Tuchhalle. Abendessen in einem Fischrestaurant in Ostende.


4. Tag: Das Prunkjuwel Flanderns – die Hansestadt Brügge:

In Brügge, im Spätmittelalter ein Hauptzentrum der Hanse, sind zahllose Denkmäler aus dem 15. und 16. Jh. erhalten geblieben. Das Groeninge-Museum beherbergt eine weltberühmte Sammlung flämischer Maler. Ein weiterer Höhepunkt ist das St. Jans-Hospital mit Gemälden von Hans Memling. Es vermittelt einen erstaunlichen Eindruck davon, wie es vor Jahrhunderten in einem Krankenhaus aussah. Wunderbar ist auch der Beginenhof, heute UNESCO-Weltkulturerbe. Er zeigt, welche große Bedeutung Frauen im kirchlichen Leben der Stadt hatten. Daneben liegt der bezaubernde “Minnewater” (Liebessee). Abends: Gespräch mit einem Gast über das aktuelle Verhältnis zwischen Flamen und Wallonen in Belgien.


5. Tag: Auf dem Land in Flandern:

Malerisch an der Schelde liegt das für seine Tapisserien berühmte Städtchen Oudenaarde. Es besitzt eines der schönsten Rathäuser Flanderns. Wir besuchen das Museum der Stadt in der Tuchhalle, in dem eine besondere Auswahl an Wandteppichen zu sehen ist (Gelegenheit zum Mittagessen am Marktplatz). Im nahe gelegenen Horebeke befindet sich das einzige Museum für die Geschichte des Protestantismus in Belgien. 2 Übernachtungen in Gent im Hotel Monasterium Poortackere (ehemaliges Kloster, eine Oase der Ruhe im Stadtzentrum).


6. Tag: Jan van Eyck und Gent:

Mit nur 250.000 Einwohnern steht Gent zwar nach den Großstädten Brüssel und Antwerpen wirtschaftlich an dritter Stelle in Belgien, hat sich aber mehr als diese beiden Städte sein mittelalterliches Antlitz bewahrt. Am Vormittag widmen wir uns in der St. Bavo-Kathedrale dem frisch restaurierten, nun endlich wieder zu sehenden Altar “Lamm Gottes” der Brüder Hubert und Jan van Eyck. Nachmittags unternehmen wir eine Stadtwanderung. Eine Bootstour durch Gents Kanäle beschließt den Tag.


7. Tag: Durch die Ardennen nach Hause:

Nach einer kleinen Besichtigung unterwegs (Überraschung!) geht es zurück nach Karlsruhe und Stuttgart.
 

Abfahrt: 7.30 Uhr Stuttgart-Weilimdorf, S-Bahnhof (Rückkehr ca. zwischen 18.30 und 20.00 Uhr)
Ihre Abholzeit mit dem Taxiservice entnehmen Sie bitte den Reiseunterlagen.
Zustieg: 8.30 Uhr Karlsruhe, Busbahnhof hinter dem Hauptbahnhof (Rückkehr ca. zwischen 17.30 und 19.00 Uhr)
Unverbindliche Zeitangaben, Änderungen vorbehalten
 

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zu den Vorjahren keine Stornokostenversicherung im Reisepreis der Mehrtagesreisen enthalten ist. So können Sie selbst entscheiden, welche Versicherungen notwendig sind. Wir empfehlen Ihnen den Abschluss einer Rücktrittskostenversicherung bzw. ein spezielles auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes Paket wie der Busreise-Vollschutz ohne Selbstbehalt der Allianz-Versicherung (inkl. Reiserücktritt-Versicherung, Reiseabbruch-Versicherung, Verspätungs-Versicherung, Reisegepäck-Versicherung, Reiseunfall-Versicherung, Reise- Assistance). Diese Versicherung bezahlt Ihre Stornokosten auch für den Fall, dass Sie positiv auf Covid-19 getestet werden oder eine persönliche Quarantäne ausgesprochen wird.
Die gültigen Preise für die Reiserücktrittsversicherung finden Sie > hier <
Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn wir für Sie eine Versicherung abschließen dürfen. Wir beraten Sie gerne und senden Ihnen auf Wunsch weitere Versicherungsinformationen zu.
Bitte prüfen Sie außerdem Ihren Krankenversicherungsschutz (einschließlich Rücktransport bei Unfall, Krankheit oder Tod) für das Reiseland.
 

• Taxiservice
• Fahrt im modernen Reisebus
• fachlich qualifizierte Reiseleitung
• 6 Übernachtungen mit Frühstück in guten Mittelklassehotels, Zimmer mit Dusche/WC
• ggf. Kurtaxen/Tourismusabgaben
• 6 Abendessen, davon 1 in einem Fischrestaurant in Ostende
• Gespräch über die aktuelle Situation zwischen Flamen und Wallonen
• Bootsfahrt in Gent
• alle Führungen
• alle Eintrittsgelder
 

Außer beim Frühstück sind Getränke zu den Mahlzeiten nicht im Reisepreis enthalten.
 

Mittelklassehotel

  • Pro Person im Doppelzimmer
    1860 €
  • Pro Person im Einzelzimmer
    2090 €

zubuchbare Optionen / Ermäßigungen

  • Ermäßigung ohne Taxiservice
    -25 €

Dr. Albert de Lange, Karlsruhe
 

freier wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Institutionen, Autor und Herausgeber von Veröffentlichungen über die Geschichte der Waldenser, Vorstandsmitglied der Deutschen Waldenservereinigung, geb. 1952, Studium: Theologie, Schwerpunkt Kirchengeschichte
 

Ihre Reise mit dem Heimatbund beginnt schon an Ihrer Haustür! Bei allen unseren Reisen ab vier Tagen Dauer holt Sie das von uns beauftragte Taxiunternehmen an Ihrer Haustüre ab und bringt Sie und weitere Gäste zum Abfahrtsort des Busses oder zu einem Zustieg, bei Bahn- oder Flugreisen ab Stuttgart zum Bahnhof bzw. zum Flughafen. Am Ende der Reise werden Sie bequem nach Hause zurückgebracht. Innerhalb des umrandeten Bereichs der Karte ist dieser Service für Sie schon im Reisepreis enthalten. Falls Sie außerhalb des Taxikreises wohnen und den Taxitransfer in Anspruch nehmen möchten, erfragen Sie den Aufpreis bitte vor Ihrer Buchung. Abwicklung des Haustürservice Bei Ihrer Buchung geben Sie uns Ihre Adresse und Telefonnummer an. Mit Ihren Reiseunterlagen erhalten Sie Ihre Abholzeit für diese Anschrift. Bei der Anmeldung mehrerer Personen müssen Sie eventuell unterschiedliche Abfahrtsorte gleich mit angeben. Falls Ihre Haustüre nicht einfach zu finden ist, bitten wir Sie um hilfreiche Informationen im Voraus. Zur Sicherheit bleiben Sie am Abreisetag bitte in der Nähe des Telefons, bis Ihr Taxi vor Ihrer Haustüre steht. Aus organisatorischen Gründen können wir Buchungen für Reisen mit Taxi-Transfer nur bis spätestens 4 Werktage vor Reisebeginn annehmen. Mit der Durchführung des Taxiservice beauftragt ist Taxi-Flad, Weil der Stadt. Wollen Sie den Taxiservice nicht nutzen, können Sie natürlich auch selbst zum in der Reisebeschreibung angegebenen Abfahrtspunkt oder einem darin genannten Zustiegsort kommen. Dann ermäßigt sich Ihr Reisepreis um 25,- € pro Person. Sie können dies im Buchungsvorgang angeben. Weitere Zustiege entlang der Strecke können auf Anfrage vereinbart werden, ein Anspruch darauf besteht allerdings nicht. Wenn Sie den Taxiservice nicht nutzen wollen, teilen Sie uns das bitte direkt bei Ihrer Buchung mit. Eine spätere Änderung ist aus organisatorischen Gründen leider nicht möglich.

Wichtige Hinweise

Mindestteilnehmer
Bei dieser Reise beträgt die Mindestteilnehmerzahl 15 Personen. Die eventuelle Absage muss Ihnen spätestens 3 Wochen vor Reisebeginn zugegangen sein. Maximale Gruppengröße ca. 25 Personen.
Bezahlung
Bitte bezahlen Sie nach Ihrer Buchung eine Anzahlung in Höhe von 10 %. Die Restzahlung sollten Sie bis drei Wochen vor Reiseantritt auf unser Konto überweisen. Selbstverständlich können Sie auch bar oder per ec-Karte in unserem Büro in 72108 Rottenburg-Oberndorf, Schönbuchstr. 59 bezahlen.
Reisepapiere
Bei allen Reisen - soweit in der jeweiligen Reiseausschreibung nicht anders angegeben - ist für EU-Bürger das Mitführen des Personalausweises bzw. des Reisepasses ausreichend.
Hinweis für Personen mit eingeschränkter Mobilität
Soweit in der Ausschreibung nicht explizit erwähnt, sind unsere Tages- und Mehrtagesreisen grundsätzlich nicht geeignet für Personen mit eingeschränkter Mobilität.

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