Leitung Reinhard Lambert Auer M.A.
Villa Ludwigshöhe Edenkoben (Adobe Stock #70850612)
Geschichte, Architektur und Kunst entlang der Weinstraße
Eine Fahrt durch die anmutige, vom Weinbau geprägte Landschaft entlang des südlichen Pfälzer Waldes, führt durch geschichtsträchtige Städte und vorbei an pittoresken Dörfern, wo interessante Baudenkmäler zur attraktiven Besichtigung einladen: Burgen, Schlösser und auch Kirchen sind – oft versteckt – sehenswert und von hoher Qualität.
Erhalten blieb hier allerdings oft nur die bedeutende Architektur, denn die über die Pfalz hinweggegangenen historischen Ereignisse haben nur wenig an mittelalterlicher Ausstattung übriggelassen. Aber auch diesen Spuren wollen wir nachgehen.
1. Tag: Speyer (Tor zur Südpfalz; hier steht einmal nicht allein der „Kaiserdom“ der Salier im Fokus, sondern auch die Baudenkmäler, die an die reichsstädtische Zeit erinnern: ehem. Dominikanerkirche mit spätgotischem „Boßweiler Altar“; Dreifaltigkeitskirche, herausragendes Beispiel des protestantischen Barock; „Gedächtniskirche der Protestation“, interessanter, aufwändig dekorierter und ausgestatteter Bau des Historismus) – Lambrecht (ehem. Niederlassung der Dominikanerinnen, imposante einschiffige Klosterkirche der Gotik, bauzeitliche Wandmalereien des 14. Jh., bedeutende Orgel der Barockzeit) – Rhodt unter der Rietburg (gehörte vom 14. bis zum Beginn des 17. Jh. zu Württemberg: schönes Ortsbild; barocke ev. Georgskirche, in der Anregungen des protestantischen Kirchenbaus aus Speyer aufgenommen wurden) – MaikammerAlsterweiler (Mariä-Schmerzen-Kapelle, gotischer Flügelaltar, Tafelretabel mit
Passionsdarstellungen, bedeutendes Zeugnis oberrheinischer Malerei, aus dem 15. Jh.) – Neustadt (Neu-Gründung der Pfalzgrafen bei Rhein als Pendant zu ihrer Residenz Heidelberg auf der anderen Seite der Rheinebene: schöne, altstädtische Bebauung; ehem. gotische Stiftskirche, bis heute simultan genutzt, zeugt von den besonderen konfessionellen Verhältnissen der Kurpfalz, prächtige Ausstattung im vom ev. Kirchenschiff durch eine Trennmauer abgeteilten kath. Chor). Übernachtung in Neustadt.
2. Tag: Edenkoben (Schloss Ludwigshöhe, vom bayerischen König im Stil einer italienischen Villa in den 1840er-Jahren erbaut, als die Pfalz zu Bayern gehörte: beachtliche Baukunst und beeindruckendes Geschichtsdenkmal) – Gleisweiler (charakteristisches Winzerdorf mit ev. und kath. Kirche, beachtenswert die letztere mit ihrem barocken Schiff am gotischen Turmchor) – Landau (ehem. Festungsstadt mit bemerkenswerter deutsch-französischer Geschichte; zwei Kirchen aus dem Mittelalter) – Klingenmünster (Burg Landeck aus staufischer Zeit; Benediktinerkloster angeblich schon im 7. Jh. gegründet, barock umgebaute ehem. Stiftskirche mit erhaltenen wesentlichen Teilen des romanischen
Westwerks, Grabmal der Gräfin Loretta, im „weichen Stil“ vom Anfang des 15. Jh.) – Dörrenbach (einzigartiger Wehrfriedhof mit Türmen um die Simultankirche St. Martin) – Weißenburg/Wissembourg im Elsass (bedeutende ehem. Abteikirche St. Peter und Paul aus der Hochgotik mit Kreuzgang; Rundgang durch die Altstadt, vorbei am Salzhaus, mit außergewöhnlicher Dachkonstruktion)
Für die kurzen Fußwege benötigen Sie festes Schuhwerk.
