Leitung Prof. Dr. Benigna Schönhagen
Die Synagoge Affaltrach (Von Rosenzweig – Selbst fotografiert, CC BYSA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1414924)
1000 Jahre jüdisches Leben in und um Heilbronn
Jüdisches Leben im Raum Heilbronn reichte vom 11. Jahrhundert bis zur nationalsozialistischen Verfolgung. Trotz gewalttätiger Zäsuren (Rintfleischverfolgung, Pestpogrome) zeigte sich dieses sowohl in Formen urbaner Kultur wie auch im Landjudentum. Rund 30 jüdische Gemeinden entstanden hier in der Frühen Neuzeit – unter der Schutzherrschaft von Reichsrittern, dem Erzstift Mainz und verschiedener Orden. Jüdinnen und Juden prägten die Wirtschaft, die Kultur und das gesellschaftliche Leben bis zur Schoa mit.
Jahrzehnte nach dem Holocaust erlebt die jüdische Gemeinschaft in Heilbronn eine Neubelebung. Hauptsächlich Einwanderer aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion bilden die aktuelle Gemeinde, eine Filialgemeinde der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg.
Zahlreiche Erinnerungsorte, jüdische Friedhöfe, das Museum in der ehemaligen Synagoge Affaltrach, aber auch Denkmäler und Gedenkzeichen auf der Route des Jüdischen Kulturwegs halten die Erinnerung an eine Zeit wach, in der das Heilbronner Land Heimat auch für Jüdinnen und Juden war.
Die Fahrt gibt exemplarische Einblicke in diese vielfältige Geschichte, macht mit Lebensgeschichten bekannt, stellt Kontexte her und diskutiert Fragen der Erinnerungskultur.
Programm: Obersulm-Affaltrach (Jüdisches Museum) – Eschenau (ehem. Zwangsaltersheim für Juden) – Heilbronn (Rundgang auf jüdischen Spuren mit Besuch vom Haus der Stadtgeschichte im Deutschhof – jüdischer Friedhof Im Breitenloch) – Heilbronn-Sontheim (Judengängle) – Horkheim (Schloss, jüdischer Wohnbezirk) – Burg Stettenfels (Simon Levi).
Männer werden gebeten, eine Kopfbedeckung mitzunehmen.
