Leitung: Reinhard Lambert Auer M.A.
Theater Meiningen (Von Andreas Marktwaesserle – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21332307)
Zwischen Rhön und Thüringer Wald
Schon seine Vorfahren waren theaterbegeistert – aber erst Herzog Georg II. von Sachsen-Meinigen machte im 19. Jh. die Residenzstadt seines kleinen fürstlichen Territoriums mit der Förderung und dem großen Ausbau des Hoftheaters zu einer weit ausstrahlenden kulturellen Metropole. So ist das Jubiläumsjahr zu seinem 200. Geburtstag gegebener Anlass für eine Reise dorthin, wo früher bedeutende Musiker wirkten – wie Johannes Brahms, Max Reger und Richard Strauss.
Bis heute genießt das südthüringische Staatstheater als Vierspartenhaus mit seiner „Hofkapelle“ einen herausragenden Ruf. Der Besuch einer Aufführung gehört damit unbedingt zu einem Aufenthalt in Meiningen. Doch auch die Stadt mit ihren Baudenkmälern und die landschaftlich reizvolle Umgebung entlang des Werratals hat viel Interessantes und Sehenswertes zu bieten: bedeutende Schlösser, Kirchen mit beeindruckenden Ausstattungen,
anmutige Landschaftsgärten und schöne Altstadtensembles mit faszinierenden Gebäuden.
1. Tag: Ostheim vor der Rhön, Sondheim, Helmershausen und Meiningen
Ostheim (imposante Kirchenburg, die größte ihrer Art in Deutschland) – Sondheim (ev. Kirche mit bemerkenswerter Rokoko-Ausstattung) – Helmershausen (barocke Dorfkirche von beachtlicher Größe, „Dom der Rhön“). Am frühen Abend: Besuch der Opernaufführung „Das Rheingold“ – erster Teil des Ringzyklus – von Richard Wagner im Meininger Staatstheater. 3 Übernachtungen in Meiningen.
2. Tag: Meiningen und Umgebung
Meiningen (ausführlicher Stadtrundgang: Führung im Residenzschloss „Elisabethenburg“ mit Prunkräumen und Einrichtungen des 18. und 19. Jh.; Besuch des Theatermuseums mit einmaligen, erhaltenen Bühnendekorationen des 19. Jh.; Stadtkirche, im Kern mittelalterlich, später umfangreich neugotisch ausgebaut; üppig dekorierte Fachwerkhäuser und herrschaftliche Repräsentationsbauten an der Prachtstraße des 19. Jh.; Englischer
Garten mit der Grabkapelle der Herzöge) – Landpartie vorbei am pittoresken historistischen Schloss „Landsberg“ – Herpf und Bettenhausen (ev. Dorfkirchen beider Orte mit barocker Innengestaltung von ungewöhnlich eindrücklichem Aufwand) – Abendessen in Bettenhausen.
3. Tag: Schmalkalden – Bad Liebenstein – Schloss und Park Altenstein – Walldorf
Schmalkalden (Residenzstadt, ehem. zu Hessen gehörige Exklave, seit dem 16. Jh. auch landgräflicher Sommersitz; Schloss Wilhelmsburg, bedeutenderRenaissancebau; kirchbaugeschichtlich wegweisende Schlosskirche; vom Spätmittelalter und der Renaissance geprägtes Stadtbild mit großer Hallenkirche St. Georg und reicher Bestand herausragen der Fachwerkbauten) – Bad Liebenstein (vom Herzoghaus Sachsen Meiningen veranlasster, ab 1800 wachsender Kurort mit charakteristischer Bäderarchitektur) – Altenstein (ehem. herzogliche Sommerresidenz, pompöses Schloss im Stil der Neorenaissance, weitläufiger Landschaftsgarten) – Walldorf (Kirchenburg).
4. Tag: Ins Grabfeld: Bibra – Römhild – Bedheim – Veste Heldburg
Bibra (Dorfkirche mit Altären der Riemenschneiderwerkstatt) – Römhild (weitere kleine ehem. Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Römhild, spätgotische Stadtkirche mit bemerkenswerten Bronzegrabdenkmälern von Peter Vischer aus Nürnberg) – Bedheim (Dorfkirche mit einer der schönsten Barockausstattungen der Region) – „Veste Heldburg“ (mittelalterliche Anlage mit umfangreichen späteren Erweiterungen; Theaterherzog Georg II. ließ sie Ende des 19. Jh. für seine dritte Ehefrau, eine ehemaligen Schauspielerin, im neugotischen Stil ausgestalten; heute „Deutsches Burgenmuseum“). Quartier: Hotel Fronveste Meiningen Die Unterbringung bei dieser Reise ist ungewöhnlich: im ehemaligen, allerdings architektonisch ansprechend aktuell umgebauten Meininger Gefängnis! So sind die Zimmer – zum Teil ehemalige Zellen– nicht sehr geräumig, jedoch alle sehr gästefreundlich und modern ausgestattet.
In Kooperation mit dem Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof und dem Katholischen Bildungswerk Stuttgart.
